zufaelle, privat

Dienstag, 1. Juli 2008

seltsam... private zufälle? (7)

... heute erst entdeckt, Bruno- nach genau einem jahr und einem tag!:

"Es folgt noch gar nichts aus all dem. Nur eine Umkehrung aller Tatsachen. Auch aller Nicht-Tatsachen, die man als Substrat einer Kultur in sich hat. Die marmorhelle Daphne setzt Blätter an und tritt in die Landschaft zurück, bei mehrschichtig befreit sich eine Lichtgestalt aus dem Grün und trennt sich von der Landschaft, wobei im Bild diese Trennung noch im Werden und noch nicht vollzogen ist, wodurch eine schöne Symbiose entsteht, ein Nicht-Fertiges, das aber nicht ein Zurück in die, sondern ein Heraus aus der Landschaft ist. Darin liegt das Licht.
Dahin will ich.
"


das ist wunderschön formuliert. danke!
 

Sonntag, 1. Juni 2008

out of control -persönliche zufälle (6)

gerade, als ich es posten wollte, funzte das internet nicht (serverausfall).
als ich wieder hineinkam, hattest du dich thematisch auf dem selben gebiet bereits betätigt...

mitunter empfinde ich beim musikhören (aber nicht nur dabei) plötzlich eine direkte, schnurlose verbindung zu dir. es fühlt sich an, als wäre mein blutkreislauf mit deinem gekoppelt. kleine elektrische impulse lassen meine lämpchen aufleuchten und mir wird ganz warm dabei.
es betrifft nie die selbe musik, nicht einmal dieselbe stelle eines titels. es findet ganz unvermittelt statt. ich glaube an den zeitgleichen (wärme-/energie-?) transfer von gedanken und stimmungen geliebter menschen, auch über große räumliche distanzen hinweg. mit dir geht es mir in diesem jahr andauernd so. es ist, als stelle sich allmählich ein gleichklang her. vielleicht wachsen synapsen ja auch außerhalb unseres körpers und verknüpfen sich dann mit denen anderer menschen... freilich unsichtbar, aber gewiss messbar im körper, in der seele des anderen. und wenn die zweiglein aufeinander treffen, gibt es einen herzlichen wärmetransfer...

und plötzlich interpretiert sich Dalis bild mit der brennenden giraffe auf komplett neue weise: die frau im mittelgrund rechts hat ihre zweige sichtbar gemacht. ihr geliebtes gegenüber reagiert aber nicht darauf, hat seinerseits die verbindung gekappt, die zweige zurückgeschnitten und die giraffe ist ein drittes stadium ein und derselben frau: die frau ist wie verwandelt, ihre überschüssige wärme kann nirgendwomehrhin transferiert werden und sie verbrennt sich selbst, verbrennt an ungestillter liebe. anders ausgedrückt- ihr herz trocknet aus, in stadium drei (frau im vordergrund) hat sie alles verloren. alle schubladen sind leer, es gibt nichts mehr, was sie hält (sie hat nichts mehr zu geben, ist leer, ausgehöhlt vom kummer), was sie zusammenhält. die äußerlichen stützen verbergen ihre haltlosigkeit nicht mehr. sie ist blind vor liebe, die lieblosigkeit, die man ihr entgegenbringt, höhlt sie aus, nachdem sie sich zuvor ihr herz selbst ausgerissen hat (ihr herz gleicht einem trocknen, blutleeren lappen), um nicht mehr leiden zu müssen.

bilder, musik, texte sind schlüssel für das eigene Ich!

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p.s.: meine mutter behauptete in meiner kindheit, dass etwas wahr würde, wenn man es sich nur ganz fest wünschen würde. ihr wäre das des öfteren so gegangen. abgesehen davon, dass wir kein besonders gutes verhältnis mehr miteinander haben, hat sie wohl recht... mir ging es dieses jahr bereits ein paar mal so...
 

Samstag, 10. Mai 2008

Doppel/k/g/rätsche - persönliche zufälle (5)

Beim Fotografieren des Baumes für Susanne traf ich zufällig auf diesen Herren, der mir eigentlich den Blick versaute- ich wollte ja den lebenden Baum pur festhalten, bevor er voller Blätter steht, damit man seinen Spagat besser sehen kann. Dann fiel mir plötzlich dieses Gleichnis auf und ich war heilfroh, dass er da bäuchlings herumsufte. Es passte wie die Faust aufs Auge... ;)

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Doppelkrätsche an der UNI-Bibliothek Halle (Antwort auf Susannes Ins Gras beißen), BF, 08.05.08
 

Sonntag, 4. Mai 2008

überschneidungen - persönliche zufälle (4)

es geschah heute mehrfach, dass ich gerade zu dem zeitpunkt, wo ich die schriftliche arbeit eines schülers kontrollierte, er mir seine digitale version dieser arbeit genau im selben moment zuschickte...

(diese arbeiten auf beiden seiten fand jetzt mehr als eine woche statt... also echte zeitüberschneidungen)
 

Donnerstag, 13. März 2008

Von der Hassliebe ähnlich krummer Nägel- persönliche Zufälle (3)

Irgendwann (jetzt) habe ich auch keinen Bock mehr, Brücken zu nageln.


„Nein“, sagte Traveler. „Das Kraut habe ich völlig vergessen. Ich hab nur die Nägel.“
„Schön, hol es mir, mach ein Päckchen und wirf es rüber.“

Traveler betrachtete sein Fenster, dann die Straße und schließlich Oliveiras Fenster.
„Das wird knifflig“
, sagte er. „Du weißt ja, dass ich nie treffe, nicht mal aus zwei Meter Entfernung. Im Zirkus hat man sich schon x-mal darüber lustig gemacht.“
„Aber es ist doch fast so, als ob du es mir herüberreichtest“
, sagte Oliveira.
„Das sagst du, das sagst du, aber dann fallen die Nägel jemand da unten auf den Kopf, und wir haben die Bescherung.“

(...)
„Besser wäre es, du würdest es holen kommen.“
„Bist du verrückt, Junge? Drei Treppen runter, übers Eis laufen und wieder drei Treppen rauf, das gibt es nicht mal in ´Onkel Toms Hütte`.“
„Du wirst nicht verlangen, dass ich diesen nachmittäglichen Andinismus praktiziere.“
„Das sei fern von mir“
, sagte Oliveira fromm.
„Noch dass ich ein starkes Brett aus der Speisekammer hole und eine Brücke baue.“


Das war nur der Auftakt zu einer (un)glaublichen Story in: Julio Cortázar, Rayuela - Himmel und Hölle, Aufbau-Verlag, Berlin und Weimar, 1983, S. 264. Was dann folgt, kann man fast nicht aushalten, weil sich der ganz alltägliche Wahnsinn immer höher schraubt... (ähnlich wie die Szene mit dem toten Kleinkind im abgedunkelten Raum, von dem die wissenden, anwesenden Freunde der nichtsahnenden Mutter nichts berichten)

Zunächst las ich diese, absolut stark komponierte, vollkommen groteske, und so lebensnahe, metaphorische Szene mit Humor... später stellte sich heraus, dass ich mich momentan in genau selbiger Verfassung befinde. Da war dann mit einem male Schluss mit lustig.

„Dank ständiger Streitereien begannen Talia und Oliveira sich zu respektieren.“ (S. 252)
Davon merke ich nun gar nichts mehr.

„Das Laufmädchen hatte einen Stuhl auf die Straße gestellt und schaute zu ihnen herauf. Oliveira grüßte sie mit einer Hand. ´Doppelter Bruch von Zeit und Raum`, dachte er. `Die Ärmste ist davon überzeugt, dass wir den Verstand verloren haben, und sie bereitet sich auf eine atemberaubende Rückkehr in die Normalität vor. Wenn jemand abstürzt, wird Blut sie bespritzen, das ist sicher. Und sie weiß nicht, dass Blut sie bespritzen wird, sie weiß nicht, dass sie den Stuhl dorthin gestellt hat, damit Blut sie bespritzt, und sie weiß nicht, dass sie vor zehn Minuten in der Küche eine taedium-vitae-Krise durchgemacht hat, nur um danach den Stuhl auf die Straße zu tragen. Und dass das Wasser, dass sie um 2.55 Uhr trank, lauwarm und ungesund war, damit der Magen, Zentrum der abendlichen Stimmung, ihr die taedium-vitae-Attacke bereite, die drei Magnesiumsulfattabletten von Phillips auf das beste abgeblockt hätten; aber letzteres konnte sie nicht gewusst haben, gewisse enthemmende oder hemmende Dinge können nur auf einer astralen Ebene gewusst werden, um mich dieser gehaltlosen Terminologie zu bedienen.`
(S. 270)

(Cortázar) hat nicht nur das Motiv des Nagels absolut auf die Spitze getrieben... das Buch redet stellvertretend für uns...

Ist es Zufall, dass ich momentan darin genau zu diesem Zeitpunkt die Antworten auf unsere Fragen entdecke? Es fühlt sich so an, als kämen die Dinge auf direktem Wege zu mir. Magnetismus, nur zu erfahren, wenn man mit sich im reinen ist...

du, nicht an mich: „Du misst mir zuviel Bedeutung zu“, (...) (S. 181)

ich, nicht an dich: „Oh, über diese Dinge kann man nicht selbst entscheiden“, (...) (S. 181)

wir, nicht an uns: „Alle beide könnt ihr so gut über Milchkaffee und Mate reden, und am Ende begreift man, dass der Milchkaffee und der Mate in Wirklichkeit...“
„Genau“
, sagte Oliveira. „In Wirklichkeit. Ergo können wir auf das zurückkommen, was ich vorhin sagte. Der Unterschied zwischen Manú und mir ist der, dass wir beinahe gleich sind. In diesem Verhältnis ist der Unterschied wie ein bevorstehender Kataklysmus. Sind wir Freunde? Ja, natürlich, aber mich würde es überhaupt nicht überraschen, wenn... Weißt du, seit wir uns kennen, und dir kann ich es sagen, weil du es weißt, tun wir nichts anderes als uns gegenseitig zu verletzen. Ihm passt nicht, dass ich bin, wie ich bin, kaum will ich ein paar Nägel geradeklopfen, macht er einen Wirbel, du hast es ja gesehen, und nebenbei zieht er dich mit hinein. Aber ihm passt nur deshalb nicht, dass ich bin, wie ich bin, weil er in Wirklichkeit bei vielem, was mir einfällt, bei vielem, was ich tue, den Eindruck hat, als schnappe ich ihm etwas vor der Nase weg.“
(S. 282)

„Es sind keine Argumente, es sind völlig objektive Beweisführungen. Du strebst danach, dich im Kontinuum zu bewegen, wie die Physiker sagen, während ich höchst empfänglich für die sich jäh überstürzende Diskontinuität der Existenz bin.“
(S. 283)

Es ist besser, wenn wir unsere Nägel nebeneinander klopfen. UND, wenn DU anfängst, Brücken zu bauen, anstatt sie ständig zu zersägen.
Auch der geduldigste Zimmermann lässt sich seine krummen Nägel nicht permanent krummer reden und verbiegen,... geschweigedenn gar das ganze Bauwerk zerlatschen. Er besitzt zurecht einen Anspruch auf Würdigung seiner Arbeit.

Ich glaube, du hast den Schrank vom Bett genommen, so dass es emporschnellte und Talita mitsamt der Nägel in das unbewegliche Laufmädchen raste, deren Blutungen dich eiskalt berührten. Am frischen Blut nährt sich der Schwache, dem die Argumente immer dann verloren gehen, wenn der Mandelkern spricht. Deine Einladung zum Mate war hinterlistig. Du wolltest dich mit dem berühmten Namen Talitas schmücken, um die Quoten zu erhöhen.

Was Talitas Arbeit als Zimmermann angeht, hat sie dich entweder eifersüchtig frustriert oder überhaupt nicht interessiert... jedenfalls hast du dich in 99% der Fälle gar nicht dazu geäußert. Sie (ihre Arbeit) war nur insofern für dich wichtig, als dass du sie gern zur Steigerung deines Namens ausschlachten wolltest.

So funzt das aber nicht, mein Lieber. Sie war zu lange Nagel, als dass man sie jetzt weiter krümmen könnte. Wenn du sie wirklich hasslieben würdest, hättest du sie nicht mit der einen Arschbacke eingeladen und mit der anderen wieder hinaus gedrängt- damit hast du deine wahren Gefühle und Ansichten verraten.

Mein Gott, und sie dachte tatsächlich, es wäre ein für allemal gegessen, ihr hättet Frieden geschlossen, könntet euch vertrauen. Dabei kannst du nur trinken und Kriege führen. Du hast ihre Brücken nie gewürdigt, weil du über alle Wasser mitsamt deiner ewig langen Beine hinwegtrittst. Dir ist es auch egal, ob du im Blut oder im dreckigen Wasser watest... am Ufer warten ja zwei neue Hunde, die es verstehen, dich schleimig trockenzuwedeln.

Ich bin mir nicht sicher, ob du überhaupt weißt, wie ein Brückennagel aussieht... dass dir die Brettwerke (*1) von Talita gefallen, ist ihr ein frommer Wunsch... nur wird sie es nie erfahren, denn deine blaue Zunge kann diese Worte nicht aussprechen, ohne die Hunde mit der kratzigen Feder zu verprellen. Die warten nur darauf, dass Talita deine Gunst verliert und den Platz für ihr permanentes Pinkelmarkierungsspiel endlich freiräumt. Hunde müssen die Pisse anderer überpinkeln, sie können nicht anders...

Talita kann den Gestank dieser Pisse nicht ab. Du brauchst diesen Mief zum Atmen, denn damit bist du groß geworden, mit dem Gestank von ganz unten... willst du wirklich dein ganzes Leben lang unter ihrer Brücke schlafen? Sie hat mehrfach angeboten, sich in das unbepinkelte Haus, neben sie schlafen zu legen. Wird sie diese Einladung jemals wieder erneuern wollen, jetzt, nachdem du ihr dein bepisstes Gesicht gezeigt hast, dieses gelbe Etwas, das ihr doch tatsächlich einmal einen Heiligenschein darstellte? Ich sage dir nur eins: gelbe Pisse steht dir nicht!

Eine Frage am Schluss: hast du jemals eine einzige platonische Brücke betreten? Kannst diese Bauwerke überhaupt sehen? Du ahnst nicht das geringste von ihrer Zauberkraft... da gibt es keine Nägel, die verhauen werden müssten, du kannst über sie die Orte erreichen, die euch beiden gefallen...

Ihr seid euch nicht zufällig begegnet, Alter!

du: "Ich hab nur die Nägel.“
ich: „Schön, hol es mir, mach ein Päckchen und wirf es rüber.“
du: "Aber... wieso eigentlich? Für die platonische Brücke braucht es doch keine Nägel!"

__________________________________


* 1 Findest du es nicht selber grotesk, dass du ihr schon mehrere Brückenaufträge gegeben und bereits in der ersten Bauphase verworfen hast? Meinst du, dass angefangene Brücken nicht auch etwas ruinieren? Urinieren und ruinieren klingen sehr ähnlich, nicht wahr?
 

Freitag, 8. Februar 2008

es war nicht nur ein (klar) traum

das war realität!!! mit allem drum und dran.
jedes kleinste detail hat gestimmt- mental, beziehungstechnisch und in bezug auf gegenstände.

du bist nach h. gezogen. in eine winzige wohnung, in der nähe der geist(!!!)strasse.
er wusste davon, er hat mich ohne theatralik zu dir gehen lassen. ganz entspannt, ohne die üblichen witzeleien. er wusste, das es sich in eine dreiecksbeziehung wandelt...

meine gesamte familie war darin involviert. sogar mein sohn, der das st. wiederholen oder abbrechen wird und der ältere, der weiß, wo er momentan langgehen wird, muss.
sogar meine blöde mutter, war dabei- in einer typischen rolle, dass sie mich zum ärgern bringt, aber keine große chance dazu hat, weil du dich schützend vor mich stellen wirst. sie hat dich als erste (sauerei!) vor mir gesehen. sie wollte nämlich dieselbe wohnung mieten, hat dann aber in die nachbarwohnung getauscht, alles akzeptiert.

und stell dir vor, marion war dabei. sie lag nackt auf dem küchentisch aus blankem, hellen holz, mit einem blauweißkarierten bettzeug. (erst zu sehen, bevor ich die wohnung verließ) zunächst so kurz wie ein kind, dann wie eine erwachsene, als ich näher trat, war diese augentäuschung oder metamorphose zu sehen. kurzzeitig war ich eifersüchtig, aber die riesige freude des erstbesuches hat jegliches, aber auch wirklich jegliches andere gefühl ausgestochen und zunichte gemacht.

vor deinem besuch, sah ich, wie gesagt, meine mutter- die mich aber nicht bemerkte und nach deinem besuch, stand unten mein jüngerer sohn mit einer langen kellnerschürze. er arbeitete (ich hoffe nur als saison-) bedienung im lokal unter deinem haus. also in den arkaden.
dein haus war alt und schäbig. eine mietwohnung. du hattest ganz einfachste, alte möbel, die ich aber nicht sah. sie spielten keine rolle, außer die, atmosphäre von einfachem, sauberen leben zu zeigen. es war kein h. dabei, fällt mir gerade auf. hast du ihn zurückgelassen?

von anfang bis ende des traumes fühlte ich dieses emporgehobenwerden, dieses sehnsuchtsvolle ziehen. ich hatte all die eigenschaften, die mich auszeichen und die angenehm und unangenehm sind, die mich selbst und andere, die auch dich, wie erwartet, lächeln machen. ich musste dich fortwährend antatschen, umarmen, abküssen... bis es einem, zu viel wird und ich mich selber losreißen muss. du hast sanft mitgespielt und deine finger erforschten, wie weit es günstig wäre, beim allerersten mal.

es war von anfang an klar, dass es im bett enden würde- früher oder später- aber nicht heute. das wurde weder versteckt, noch ausgeschlagen. es ergab sich alles natürlich. der ganze nachmittag war als vorspiel dazu angetan. dass es alles so wird, wie es künftig sein muss. die oberkörber wurden schon frei gemacht. die liebelei ging eine ganze weile, bis die luft mir ankündigte, dass es nun fürs erste genügen, und ich dich verlassen müsste, damit du weiter arbeiten könntest. ich weiß, wie sehr dir an deiner, wieviel mir an meiner arbeit liegt. das fiel mir ja nicht schwer, weil wir uns ab jetzt weiter und regelmäßig sehen werden. du bist jetzt bei mir! :):):)

es fällt mir noch ein winziger bleistiftstummel ein (dünnst, ca. 3cm lang), der nach dem schmusen auf dem boden von irgendwoher angerollt kam und mich zutiefst erstaunte. er fühlte sich wie ein schlüssel an, als ob er dich hierher gebracht hätte, als ob wir unsere wärme auf- und einander zugeschrieben hätten, damit sie sich endlich auch in wirklichkeit ausbreiten konnte.

jeder nahm jeden in diesem traum (alle beteiligten), so, wie es sein muss. wunderbar! kein bisschen enttäuschung, keine angst, keine vorhaltungen, kein spott, kein hohn, kein theater- vollständig demaskiert und wahr!!!

und ich weiß auch, warum ich dieses geschenk nach so vielen monaten erhalten konnte... paradies is nicht lost.

die ganze traumzeit haben wir glücklich gelächelt... auf alle erdenklichen arten.

p.s.: deine wohnung entsprach dir selber- offen und licht-luft-durchlässig. ich wusste, dass du auch künftig daraus keinen soldatenfriedhof machen würdest, das ist mir ja seit der ersten minute unserer begegnung klar. ein kind von freudigkeit braucht seine freiheit. und das, was wir zusammen haben werden, ist mindestens 3x kaffeetrinken in der woche...

p.s.: und jetzt bekomme ich auch noch von nr.1 ein p-video geschickt, wo sich eine b. mit zwei kerlen verlustiert, ich lach mich tot...objektiver zufall

p.s.: zu den stimmigen details: du hast mich im liebesspiel, überraschenderweise, auch an den feuchthitzigen f. gefasst. muss ja auch so sein.
 

Samstag, 26. Januar 2008

persönliche zufälle (2)

heute spielt die zahl zwei eine rolle:

heute morgen am frühstückstisch sagte ich zu meinem mann, dass ich ein wenig die philosophischen gespräche mit seinem vater vermisse, der seit jahren tot ist.
den selben gedanken hatte er zeitgleich mit mir und das geschah ganz unvermittelt- ohne vorbereitetes gesprächsthema- er begann einen ähnlichen satz mit den gleichen worten, eine sekunde später- wir überschnitten uns.

danach fand ich, ohne zu suchen, was ich wochen zuvor vermisst hatte und auch mit mehrfacher suche nicht finden konnte- ein video, das ich im designkurs einsetzen wollte! es lag in einem fach, auf der untersten ebene eines vor monaten (im sommer) neusortierten bücherregals, das ich instinktiv beim umdrehen vom kleiderschrank beim blick auf das regal vermutete/erhoffte- da wollte ich jetzt genauer hinschauen und siehe da- es lag tatsächlich dort... mindestens 10x hatte ich daran vorbeigesehen...

ich berichtete davon freudestrahlend meinem mann, der seinerseits eine minute später ebenfalls etwas per zufall fand, was er grad gar nicht gesucht hatte, aber seit meinem geburtstag vermisste: seine brillle! sie lag ebenso hinter büchern im regal seines arbeitszimmers, wie mein video in meinem arbeitszimmerregal.

dualistische zufallskette? ;)
 

Donnerstag, 17. Januar 2008

persönliche zufälle (1)

vor 3h stunden den unsäglichen Eco (nach 188 seiten) endlich gegen die surrealistische revolution, herausgegeben von Spies, in der bilbliothek eingetauscht.

eben eine seite aufgeschlagen und darin den leihschein eines meiner ehemaligen lieblingsschüler gefunden!
ausleihdatum: 03.04.2006 (quersumme 6!!!)

dieser schüler wollte eigentlich eine besondere lernleistung über surrealistische filme bei mir schreiben (wäre als mündliche abiturprüfung gewertet worden), brach aber nach der hälfte der zeit ab... ein zerstreuter professor, wie er im buche steht, sehr sensibel und kunstbegeistert, sich ebenso ins detail verliebend und darin untergehend wie ich selbst. ;)
 

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tja - 19. Jun, 06:59

Meine Kommentare

weitere arbeiten
des künstlers auch hier: http://paintaliciou s.org/2007/09/14/ron-mueck -hyper-realist-sculptor/
experimentisten - 30. Jun, 13:42
daß sie ihm die...
daß sie ihm die Chance gab, wie früher zu...
FranzSchiel - 14. Jun, 10:57
ganz herzlichen dank
tut gut. ja, das hätte ich auch nicht gedacht,...
mehrschichtig - 8. Jun, 15:03
lol
das finde ich ja süß ;) jede will den froschmann......
anudem - 7. Jun, 07:08
wo denn?
ich find ihn schön. so stell ich mir den kleinen...
anudem - 6. Jun, 17:38
rotes haar
ja, rotes haar ist ein interessantes motiv in den künsten...
albannikolaiherbst - 4. Jun, 13:11
danke für die blumen
ich finde es schön, wenn sich leute zusammen finden,...
albannikolaiherbst - 4. Jun, 13:06
fortsetzung
danke für die grüße und ich bin gespannt...
albannikolaiherbst - 30. Mai, 10:34

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1. 5000 Zeichen & Symbole der Welt, S. Frotscher, Hauptverlag, Bern, 2006 --*-- 2. Atlante di Ceramica e Porcellana, S. Frotscher, Lizens für Hoepli, Milano, 2005 --*-- 3. dtv- atlas Keramik & Porzellan, S. Frotscher, Deutscher Taschenbuchverlag, München, 2003 --*-- 4. Der Kyffhäuser, S. Frotscher, Landratsamt Kyffhäuserkreis & Kyffhäuser Fremdenverkehrsverband e.V., 1996 --*-- 5. Burg Falkenstein und Schloß Meisdorf, Edition Leipzig, 1995

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