männer wollen zum punkt kommen
klassenfahrt nach frankreich oder ein schwimmhallenbesuch. das ist nicht ganz klar.
viele kinder und mehrere erwachsene wuseln um uns herum, gleichzeitig sind die geräusche abgedämpft.
ich befinde mich mit einem weiten, weißen nachthemd im bett ohne bettzeug. alle sind weiß angezogen, das weiß ich, obwohl ich sie nicht sehen kann.
wir liegen zum schlafen zu mehreren auf einer art holzbank (wie die heringe), wie mir scheint... auf bänken wie in einer umkleidekabine. es muss am morgen, nach einer nacht sein. die meisten anderen gehen ihren tätigkeiten (dem umkleiden?) nach. es wird sich unterhalten, über die bänke hinweg. wir reden auch. du musst B.L. sein, jedenfalls fühlst du dich so an.
ich sehe mir zu, wie ich dich scheinheilig verführen und im grunde doch eigentlich nur spielen und nichts weiter von dir will. ich will einfach nur spielen- das verstehen männer nicht. für sie gibt es kein spiel. alles ist angebot.
ich möchte verführen und gleichzeitig zudringlichkeit abwehren, ich will entzünden und wiederum auch nicht. ich will die zu erwartende antwort (unschuldig?) genießen und gleichzeitig empfinde ich mich als hure, abstoßend.
ich liege sehr dicht neben dir, mit tuchfühlung, sehr naiv, noch nicht munter- jeder würde da mit der zeit schwach. eben wollte ich einfach nur neutral oder in freundschaft, als kollegin neben dir sein. da spüre ich, wie ich dich verführen muss.
ich schlage die beine angewinkelt übereinander, als ich mich seitwärts, noch mehr in deine richtung rolle. so muss ich zwangsläufig mit einem oberschenkel teile von dir überlagern, bei dieser dichte... du fässt das, wie zu erwarten, als annäherungsversuch auf und greifst zögerlich zu, immerhin, wir befinden uns mitten in der öffentlichkeit.
mein weites nachthemd gibt bei dieser stellung einblicke in alle regionen frei. ich weiß, dass man mir gegenüberliegend auf den venushügel schauen können muss... im richtigen leben würde mir das sehr wohl etwas ausmachen. ich würde das nie tun, nichts von alldem. im traum bin ich verrucht und schläfrig-tranceartig, gleichzeitig wache beobachterin meiner selbst. ich lege es darauf an. du willst, ich will- mehr gibt es nicht zu sagen. ich bin frei wie nie zuvor. ich tue, was ich will.
ich bin Danaë!!!...
nicht
du bist erwacht- ich war es!
ist damit die
schuldfrage geklärt? wer mit dem feuer nur spielt, ist schuld?
wollte ich dich einfach nur brennen sehen? habe ich einfach nur heiße füße bekommen und dich in den flammen alleine gelassen?
-gez. Danaë, pyroman-
und ich war diese Gretel von Susanne Janssen, diejenige, die oben will und sich unten verweigert... die weiß, was sie will und dennoch unschlüssig ist (doch ein märchen für erwachsene...)
Teil 1
Teil 2
Teil 3
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