Augen & Ohren

Mittwoch, 23. Januar 2008

Salvador Dalí - Psychedelische Augen

„Das Auge ist wirklich etwas Wunderbares.
Man muss es so gebrauchen, wie ich es mit meinem getan habe,
das zu einem weichen psychedelischen Fotoapparat geworden ist. Ich kann es bestimmen, Aufnahmen zu machen von Visionen meines Geistes.

Dass ich selbst während des Malens die Bedeutung meiner Bilder nicht verstehe, heißt nicht, dass diese Bilder keine Bedeutung haben. Im Gegenteil, sie haben eine so tiefe, komplexe, zusammenhängende, ungewollte Bedeutung, dass sie sich der einfachen Analyse einer logischen Intuition entziehen."

„Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, dass das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch größere Illusion ist als die Welt des Traumes."
 

Sonntag, 23. Dezember 2007

darüber musste ich jetzt herzhaft lachen

"Die Jugend kann nicht mehr auf die Erwachsenen hören.
Dazu ist ihre Musik zu laut."


Oliver Hassencamp


bei mir scheint es genau andersherum zu laufen, haha... (es braucht ne weile, bis meine jungs zu mir vordringen)
 

Dienstag, 11. Dezember 2007

rocken bis der hund abhaut/ wenns im beutel rockt

ich lach mich tot!
da spielte jemand so gräßlich bass vor publikum im freien,
dass sich zwei hunde von den umstehenden losrissen und wütend aufeinander losgingen. endlich ein ende der schiefen töne...

und tschö!

und das muss ich heute auch noch loswerden:

ich hab nen klingelnden ***!

ich gehe dem klingelton nach und kann und kann den wecker nirgends finden, werde immer wuschiger, alle üblichen weckerplätze sind mucksmäuschenstill...
lande irgendwann in der küche, weil es da etwas lauter tönt. nichts.
auf allen möglichen ablagen nachsehen- nihhhhhihhchts!
bis mein feingehör endlich funzt...
ich schaue in die richtung, aus der es dumpf bimmelt...
ja, fragt ruhig: wo denn nun?
ich sags euch: im mülleimer!
ein weggeworfener wecker, der nicht mehr im normalzustand funzte (seit einem jahr)! batterie noch drin.
anscheinend brachte ihn das ökosystem des müllsackes in den wohlfühlbereich *fg*, wieder auf touren. ich hab ihn dann dort belassen... schließlich will ich, dass es ihm gut geht.
soll er doch in seinem beutel rocken, wenns ihm spaß macht!

und tschö!
 

Dienstag, 23. Oktober 2007

schlüsselbund bekommen

ich habe gerade einen riesigen schlüsselbund mit vielen altertümlichen und ganz neuen schlüsseln geschenkt bekommen.

jetzt springe ich außer mir vor freude in diesem unendlich großen schloss herum und entdecke viele welten...

stecke meinen kopf in jedes zimmer, dass sich mir anbietet... manches findet mich, wir scheinen alte bekannte zu sein...

mal schauen, wen ich in meinen blutkreislauf aufnehme
 

Donnerstag, 4. Oktober 2007

Mir entgeht nix

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Werf ein Auge auf dich...

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Mittwoch, 19. September 2007

Aug- und Ohrgeschichten (2)

4.  Ägyptische Ohren, Britisches Museum, London- Meine alte ägyptische Seele mit analogem und imaginativem Denken?

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>>Bis zum Ende des Alten Reiches waren Reste des ,,alten Hellsehens“ vorhanden, bei dem die Menschen ihre Offenbarungen in direktem Kontakt mit höheren geistigen Wesenheiten erhielten.

Das Ende der zweiten Sothis-Periode, also die Zeit der ersten Dynastien, ist die Entstehungszeit der typisch ägyptischen Art der Menschendarstellung und deshalb von besonderem Interesse.
In dieser Zeit begannnen die Eingeweihten Ägyptens in den Mysterienstätten zu lernen, wie die geistigen Kräfte mit den physischen Kräften korrespondieren. Religion, Wissenschaft und Kunst waren noch eins.
Das alte Hellsehen wurde zunehmend abgelöst von einem imaginativen und analogen Denken, welches komplexe Zusammenhänge in ganzheitlichen Gestalten erfaßt und verknüpft sowie Polaritäten und Paradoxien erlaubt. Dieses ,,Denken“ schuf Symbole, Mythen und die Bilder der neuen, dynastischen Kunst.


Da zu jener Zeit, so Steiner , Tages- und Nachtbewußtsein noch nicht so scharf getrennt waren, und die Seele nicht nur im Schlaf, sondern auch im Wachen noch nicht so fest mit dem Leib verbunden war, löste sich das geistig-seelische Wesen des Menschen in einer Art Schlafbewußtsein vom Leib und ging in die übersinnliche Sphäre. Von da brachte es schöpferische Anregungen mit (Wahrtraum).

Der imaginativ Hellsichtige nahm die physisch-sinnliche Welt noch geistig wahr, er konnte die ätherische Aura von Gegenständen, Tieren und Menschen sehen. Das Auge nahm noch die in der Erscheinungswelt wirkenden Lebens- und Bildekräfte wahr.

Da Stoffliches und Geistiges im Bewußtsein noch nicht klar getrennt waren, blieb die Sinneswahmehmung noch vermischt mit übersinnlicher Imagination.
Die Die Imagination war also nicht ein abstrakter Gedanke, der danach in ein Bild gekleidet wird. Bilder werden vielmehr als spontane Erscheinung einer übersinnlichen Wirklichkeit gefunden.


Mehr und mehr wurden die ,,hellseherischen“ Bilder auch durch Gedankenkräfte erfasst, das Gedankenleben fließt aber noch aus der geistigen Welt, ist kein selbst erzeugtes.

Vor dem geistigen Ohr ertönten und vor dem geistigen Auge erschienen mathematische und andere „wissenschaftliche“ Bilder und Resultate (freilich noch ohne die Fähigkeit der verstandesmäßigen Begründung oder logischen Beweises).

Die imaginative Erkenntnisart der alten Ägypter kann eine Erklärung sein für die im ägyptischen Flachbild aspektivische, also zweidimensionale künstlerische Darstellung.

Rudolf Steiner sprach 1922 in einem Vortrag über die Raumesdimensionen, die ein Mensch bei den verschiedenen Stufen der übersinnlichen Erkenntnis - Imagination, Inspiration und Intuition - erlebe. In diesem Zusammenhang machte er geltend, dass der Mensch die Welt der Imagination zweidimensional erlebe.

Als Organ der Imagination wird von dem Astrophysiker Erich Jantsch das limbische System des Gehirns angenommen, in dem der Ursprung der Träume vermutet wird und welches bei den Menschen damals eine größere Rolle gespielt habe als heute.
In Frage kommt außerdem, so Jantsch, die rechte Neo-Cortexhälfte des Gehirns, in dem Intuition, analogisches und ganzheitliches Denken ebenso beheimatet sind wie das räumliche Vorstellungsvermögen.

Steiner hingegen sah als Organ der Imagination den sympathischen Teil des Autonomen Nervensystems in der Herzgegend (Solarplexus) an.
Das würde erklären, wieso bei den Ägyptern das Herz als Sitz des Wissens galt.
Später, ab dem Mittleren Reich, habe sich das imaginative Bewußtsein bis hoch in die Kehlkopfregion und in den Kopf verschoben. Dies ließe sich wieder mit Jantschs Auffassung vereinbaren.

Heute wird uns der grösste Teil des Wissens des alten Ägypten nicht so sehr durch das Lesen von Texten zugänglich, sondern vor allem durch das Lesen von Bildern und Symbolen.
Vor allem darf man sich bei der Betrachtung und Reflexion von Kunstwerken, Hieroglyphen und Mythen nicht auf die äußere Sinnebene beschränken. Unterhalb dieser gibt es tiefere Ebenen des Verständnisses, die freilich schwerer zu erschließen sind.
(...)
Das ,,alte Hellsehen“ und das imaginative Bilderschauen sowie das analoge Denken wurden in den Mysterienstätten geschult. << ( Quelle )

________________________


>>Die Hauptkategorien des Denkens – bewusstes, unbewusstes oder vorbewusstes Denken – sind beim Problemlösen nicht zu trennen. Jedem bewussten Denkprozess gehen unbewusste Denkschritte voraus. Viele Erkenntnisse "reifen" unbewusst, in einer Phase der Entspannung, wenn man sich von dem Problem distanziert hat. Etliche große wissenschaftliche Einsichten kamen den Forschern quasi im Schlaf oder "aus heiterem Himmel".

(...)

Allerdings gibt es auch ein Denken in Bildern, das die Kunst kennt und das dem Traum und der Vorstellung verwandt ist – die Einbildung (der Chemiker Friedrich August Kekulé träumte die Ringstruktur des Benzolmoleküls).

Die natürliche, gesprochene Sprache wäre dann vokalisiertes Denken, wie es Heinrich von Kleist in seinem berühmten Essay Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden beschreibt.

(...)

In der Kognitionspsychologie spielt die Unterscheidung zwischen analytischem Denken, welches auf einer Analyse von Sachverhalten o.Ä. beruht, und analogem Denken, welches ohne eine Analyse auskommt, eine wichtige Rolle. Analoges Denken findet assoziativ, spontan statt. Auf diese Weise kann etwa durch Konnotationen ein komplexer Sachverhalt erschlossen werden. So ist es bspw. möglich, einen schwierigen literarischen Text durch das assoziative Malen eines Bildes zu interpretieren, ohne vorher eine Interpretation auf der Basis einer Textanalyse geleistet zu haben.

(...) Ehemals sah man es jedem an, dass er einmal denken wollte - es war wohl die Ausnahme! -, dass er jetzt weiser werden wollte und sich auf einen Gedanken gefasst machte: man zog ein Gesicht dazu, wie zu einem Gebet, und hielt den Schritt an; ja man stand stundenlang auf der Strasse still, wenn der Gedanke "kam" - auf einem oder auf zwei Beinen. So war es "der Sache würdig"! 
Friedrich Nietzsche, Die fröhliche Wissenschaft, 1. Buch

(...)

Das Glück, das im Auge des Denkenden aufgeht, ist das Glück der Menschheit.
Theodor W. Adorno (Resignation, 1969)

...wenn meine Worte nicht ausreichen, borge ich mir eben welche aus...

Aug- und Ohrgeschichten (3)
Aug- und Ohrgeschichten (1)

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Samstag, 8. September 2007

Ich bin eine Pause

Mann muss sich selber abfüllen (sich bereichern).
Eine Infusion von außen verdirbt auf Dauer die Preise.
Ich hing ziemlich lange an der Nadel.
Nun bin ich wieder im Fluss zu finden.

*


„Vielleicht heißt zu lieben, zu lernen, durch diese Welt zu gehen.
Zu lernen, still zu sein wie die Linde und die Eiche der Fabel.
Sehen zu lernen.
Dein Blick streut Samen.
Er hat einen Baum gepflanzt.
..........................................Ich spreche,
weil du sein Laub wiegst.“


Oktavio Paz, In mir der Baum, Suhrkamp


*

„(...) Im Zentrum eines Auges erblicke ich mich;
es blickt mich nicht an,
ich erblicke mich in seinem Blick.
Der Augenblick zerfließt.
Ohne mich zu rühren,
bleibe ich und gehe ich fort;
ich bin eine Pause.“


Oktavio Paz , Zwischen Fortgehen und Bleiben


*

„Das wirkliche Leben beginnt erst,
wenn wir allein sind und
unserem unbekanntem Selbst
gegenüber stehen.“


Henry Miller, Die Welt des Sexus“, Büchergilde Gutenberg


.
 

Donnerstag, 15. März 2007

Aug- und Ohrgeschichten (1)

Da ich mich schon einige Jahre lang, mit wechselnder Intensität, mit den Motiven Ohr und Auge beschäftige, fand ich bei neuerlichen Recherchen einige mir unbekannte Zitate, die zusätzliche Betrachtungsweisen erschließen lassen.

1. Das schlechthin egoistische Organ, das nur nimmt, aber nicht gibt.

(Cord Riechelmann aus dem Bestiarium. Der Zoo als Welt - die Welt als Zoo. Frankfurt am Main 2003)

2. Das Ohr, das Organ der Furcht, hat sich nur in der Nacht und in der Halbnacht dunkler Wälder und Höhlen so reich entwickeln können, wie es sich entwickelt hat, gemäß der Lebensweise des furchtsamen, das heißt des allerlängsten menschlichen Zeitalters, welches es gegeben hat: im Hellen ist das Ohr weniger nötig. Daher der Charakter der Musik, als einer Kunst der Nacht und Halbnacht.

(Friedrich Nietzsche: Morgenröte. Gedanken über die moralischen Vorurteile. Stuttgart 1964; zuerst ca. 1880)

3. Ohrwürmer

Daß Ohrwürmer so heißen, weil man früher glaubte, sie liebten es, in des Menschen Ohr zu kriechen (oder, nach Ansicht der Franzosen, die sie perceoreille = Ohrkneifer nennen, hineinzukneifen), erfuhr inzwischen eine unanfechtbare wissenschaftliche Untermauerung: Ärzte schrieben mir, daß bei ihnen in jenen Zeiten, da der Mensch sich noch von Zeit zu Zeit dem Vergnügen hingab, in Garten oder Flur im Grase einzuschlummern, nicht selten Patienten auftauchten, denen bei solchen Gelegenheiten solche Tiere ins genannte Organ gekrochen seien. Den nicht zu den Würmern gehörenden Kriechern sicherlich deshalb in den Sinn gekommen seiend, weil das Ohr ihnen eine dunkle, schattige Höhle und Schutz vor unangenehmer Sonneneinstrahlung bot.

(Hanswilhelm Haefs: Handbuch des nutzlosen Wissens, 3 Bände. Münchnen 1989, 1991 und 1994. dtv 11138, 11453, 11957)


Ich werde später noch einmal darauf zurück kommen, wenn der Artikel über Miro fortgeschrieben wird, der ja auch in Zusammenhang mit dem Bosch- Bild steht.


Bosch:
http://mehrschichtig.twoday.net/stories/3433143/main

Miro:
http://mehrschichtig.twoday.net/stories/3436469/main
http://mehrschichtig.twoday.net/stories/3436540/main
Aug- und Ohrgeschichten (3)
Aug- und Ohrgeschichten (2)

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tja - 19. Jun, 06:59

Meine Kommentare

weitere arbeiten
des künstlers auch hier: http://paintaliciou s.org/2007/09/14/ron-mueck -hyper-realist-sculptor/
experimentisten - 30. Jun, 13:42
daß sie ihm die...
daß sie ihm die Chance gab, wie früher zu...
FranzSchiel - 14. Jun, 10:57
ganz herzlichen dank
tut gut. ja, das hätte ich auch nicht gedacht,...
mehrschichtig - 8. Jun, 15:03
lol
das finde ich ja süß ;) jede will den froschmann......
anudem - 7. Jun, 07:08
wo denn?
ich find ihn schön. so stell ich mir den kleinen...
anudem - 6. Jun, 17:38
rotes haar
ja, rotes haar ist ein interessantes motiv in den künsten...
albannikolaiherbst - 4. Jun, 13:11
danke für die blumen
ich finde es schön, wenn sich leute zusammen finden,...
albannikolaiherbst - 4. Jun, 13:06
fortsetzung
danke für die grüße und ich bin gespannt...
albannikolaiherbst - 30. Mai, 10:34

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