Eine Ägyptisch-römische, leichtfüßige Kreuzung?
Ich glaube, jetzt weiß ich endlich, wer ich bin...
Meine Oma war sehr schlecht zu Fuß. Bedingt durch verschiedene Krankheiten war sie seit dem 50 Lebensjahr 33 Jahre lang, bis zu ihrem Tod mit 83 Jahren, eingesperrt in ihrer Dachwohnung. Die Einkäufe brachte ihr die Schwester nach Hause, die selbst schon sehr schlecht lief- Knochenverlagerung, dicke Knie. Es musste ihr immer jemand die Schuhe zubinden. Ich fand das erniedrigend, wenn ich das als Kind bei ihr tun musste... ihr selbst standen ein umfangreicher Bauch und kaputte Knie im Wege. Ihr Gebrechen war nicht ganz glaubhaft, weil sie eine lustige, unterhaltsame Oma war und beim Schuhebinden plötzlich die hoheitsvolle Edeldame herauskehrte, die, mit kindlichen Augen betrachtet, nur nicht selber wollte. Dass sie nicht gut konnte, konnten wir ihr nicht abnehmen.
Nur, wenn der unendliche, minutenlange Gang aus der 5. Etage des 150 Jahre alten Mietshauses unumgänglich war, schnappte sie ihren Gehstock und hievte sich nach unten- einige Treppen auch rückwärts, da es so leichter für sie war. Unumgänglich waren einige wenige Friseur- oder Arztbesuche, ein paar Stunden im schattigen Gartenfleckchen im Sommer, zwischen 3 hohen Mietshäusern, quasi in einer Bombenlücke, gleich quer über die Straße.
Die Füße meiner Oma verrieten viel über ihr schweres Los als Verkäuferin. Sie waren unansehnlich- hart, schmerzten frostballig in fast allen Schuhen... Füße mit gelben Nägeln - wohl vom langen Stehen im Laden, vom Transport schwerer Kisten usw. Eine Fußpflege musste regelmäßig bestellt werden.
Meine Füße sind ebenfalls im Eimer: Senk-, Spreiz- und Plattfuß sind angeboren, der kleine Zeh im Nagel etwas verkrüppelt, bedingt durch zu enge Schuhe in der Kindheit und kleine Härchen auf den Zehen. Ihre Form gefällt mir dennoch... auch mit dem riesigen großen Onkel, der die Mannschaft der Zehen anführt, die ein gleichmäßiges, schönes Dreieck, das zum kleinen Zeh hin allmählich abflacht, ergeben.
Die Füße meines Mannes und meiner Söhne sind vollkommen anders geformt. An den weichen, glatten, babyhaften Zehen meines Mannes könnte man sehr gut herumlutschen, wenn man denn drauf stünde... Er und die Kinder haben keinen so großen Onkel. Ihr längster Zeh ist der zweite der Reihe. Ich empfinde das sehr merkwürdig- irgendwie schräg, irgendwie falsch. Wenn der zweite Zeh aus der Reihe tanzt, ist das nicht normal- oder? Bei unseren Händen ist es etwas anders- da erhebt sich der Mittelfinger als längstes Glied. Mir kommt ihr Fußbild wie ein schiefes Gebiss vor, obwohl es wahrscheinlich weit verbreitet zu sein scheint... ich schaue deshalb, immer mal interessehalber nach den zweiten Zehen der Menschen...
Und nun weiß ich auch, dass ich als Ägypterin mit römischen Vorfahren einen Griechen geheiratet und griechische Kinder geboren habe:

1 meine Fußform; 2 meine Zehform; 3 Füße meiner Männer
Bei all der Abscheu vor den Füßen meiner geliebten Märchenoma (sie konnte wundervoll enthusiastisch erzählen) kann ich mich nicht entsinnen, ob sie selber ägyptisch, römisch oder griechisch geformt waren. Ich erinnere mich vage an eine Kreuzung mit römischem Anteil...
Und heute morgen las ich einen wunderbaren Artikel zur Lustfußigkeit, auf dessen Fortsetzung ich gespannt bin, der mich außerdem dazu bewog, mal auf die Füße meiner Sippe zu schauen und hier im Blog zu graben, was da so herumläuft:
1. "Er ist hier gewesen"- Der Fussabdruck Buddhas, Sachbuchillustration in "5000 Zeichen & Symbole der Welt"
2. Auflösung des Fuss-bades
3. nicht nur sexFüßler ge-PO-stet im marmorbad
4. Rätsel der Begierde II
5. The simple beauty of a human body in motion (Fotoserie London III), u.a. blanke, tanzende Mädchenfüße auf Betonwüstenboden
6. Bettgeschichte
7. Versuchungen
8. Syrrotika, der beschuhte
9. Der erotische Schuh...befreit eine Frau
10. Dein Fussgewölbe ist nicht hoch genug
11. Siebenmeilenstiefel (Märchenillustration)
12. Asmodi, der Geistfuß, treibt die abtrünnigen Seelen ein, Bild 14 (Acheron, Perkampus)
Mich interessiert, ob es auch ähnliches zu den verschiedenen Handformen gibt.
P.s.: sorry an alle griechischen Füße, ich mag euch dennoch...
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Meine Oma war sehr schlecht zu Fuß. Bedingt durch verschiedene Krankheiten war sie seit dem 50 Lebensjahr 33 Jahre lang, bis zu ihrem Tod mit 83 Jahren, eingesperrt in ihrer Dachwohnung. Die Einkäufe brachte ihr die Schwester nach Hause, die selbst schon sehr schlecht lief- Knochenverlagerung, dicke Knie. Es musste ihr immer jemand die Schuhe zubinden. Ich fand das erniedrigend, wenn ich das als Kind bei ihr tun musste... ihr selbst standen ein umfangreicher Bauch und kaputte Knie im Wege. Ihr Gebrechen war nicht ganz glaubhaft, weil sie eine lustige, unterhaltsame Oma war und beim Schuhebinden plötzlich die hoheitsvolle Edeldame herauskehrte, die, mit kindlichen Augen betrachtet, nur nicht selber wollte. Dass sie nicht gut konnte, konnten wir ihr nicht abnehmen.
Nur, wenn der unendliche, minutenlange Gang aus der 5. Etage des 150 Jahre alten Mietshauses unumgänglich war, schnappte sie ihren Gehstock und hievte sich nach unten- einige Treppen auch rückwärts, da es so leichter für sie war. Unumgänglich waren einige wenige Friseur- oder Arztbesuche, ein paar Stunden im schattigen Gartenfleckchen im Sommer, zwischen 3 hohen Mietshäusern, quasi in einer Bombenlücke, gleich quer über die Straße.
Die Füße meiner Oma verrieten viel über ihr schweres Los als Verkäuferin. Sie waren unansehnlich- hart, schmerzten frostballig in fast allen Schuhen... Füße mit gelben Nägeln - wohl vom langen Stehen im Laden, vom Transport schwerer Kisten usw. Eine Fußpflege musste regelmäßig bestellt werden.
Meine Füße sind ebenfalls im Eimer: Senk-, Spreiz- und Plattfuß sind angeboren, der kleine Zeh im Nagel etwas verkrüppelt, bedingt durch zu enge Schuhe in der Kindheit und kleine Härchen auf den Zehen. Ihre Form gefällt mir dennoch... auch mit dem riesigen großen Onkel, der die Mannschaft der Zehen anführt, die ein gleichmäßiges, schönes Dreieck, das zum kleinen Zeh hin allmählich abflacht, ergeben.
Die Füße meines Mannes und meiner Söhne sind vollkommen anders geformt. An den weichen, glatten, babyhaften Zehen meines Mannes könnte man sehr gut herumlutschen, wenn man denn drauf stünde... Er und die Kinder haben keinen so großen Onkel. Ihr längster Zeh ist der zweite der Reihe. Ich empfinde das sehr merkwürdig- irgendwie schräg, irgendwie falsch. Wenn der zweite Zeh aus der Reihe tanzt, ist das nicht normal- oder? Bei unseren Händen ist es etwas anders- da erhebt sich der Mittelfinger als längstes Glied. Mir kommt ihr Fußbild wie ein schiefes Gebiss vor, obwohl es wahrscheinlich weit verbreitet zu sein scheint... ich schaue deshalb, immer mal interessehalber nach den zweiten Zehen der Menschen...
Und nun weiß ich auch, dass ich als Ägypterin mit römischen Vorfahren einen Griechen geheiratet und griechische Kinder geboren habe:

1 meine Fußform; 2 meine Zehform; 3 Füße meiner Männer
Bei all der Abscheu vor den Füßen meiner geliebten Märchenoma (sie konnte wundervoll enthusiastisch erzählen) kann ich mich nicht entsinnen, ob sie selber ägyptisch, römisch oder griechisch geformt waren. Ich erinnere mich vage an eine Kreuzung mit römischem Anteil...
Und heute morgen las ich einen wunderbaren Artikel zur Lustfußigkeit, auf dessen Fortsetzung ich gespannt bin, der mich außerdem dazu bewog, mal auf die Füße meiner Sippe zu schauen und hier im Blog zu graben, was da so herumläuft:
1. "Er ist hier gewesen"- Der Fussabdruck Buddhas, Sachbuchillustration in "5000 Zeichen & Symbole der Welt"
2. Auflösung des Fuss-bades
3. nicht nur sexFüßler ge-PO-stet im marmorbad
4. Rätsel der Begierde II
5. The simple beauty of a human body in motion (Fotoserie London III), u.a. blanke, tanzende Mädchenfüße auf Betonwüstenboden
6. Bettgeschichte
7. Versuchungen
8. Syrrotika, der beschuhte
9. Der erotische Schuh...befreit eine Frau
10. Dein Fussgewölbe ist nicht hoch genug
11. Siebenmeilenstiefel (Märchenillustration)
12. Asmodi, der Geistfuß, treibt die abtrünnigen Seelen ein, Bild 14 (Acheron, Perkampus)
Mich interessiert, ob es auch ähnliches zu den verschiedenen Handformen gibt.
P.s.: sorry an alle griechischen Füße, ich mag euch dennoch...
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tja - 23. Mrz, 10:23







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