Die Treppe im Gildetheater, Kommentar und Illustr. zu Teil 1 "Gilde der pechschwarzen Liebe", M. Perkampus

Die Gilde der pechschwarzen Liebe (1)
1. Entrada – Passage - Promenade
Link zum Text von Michael Perkampus:
http://perkampus.twoday.net/stories/3174050/
Kommentar zu Teil 1- Gilde, 11/ 2006
Die Einleitung sieht fast nach einer sehnsüchtigen Liebe aus, ein Mensch, der noch nicht frei ist und weit entfernt erscheint, obwohl er dem anderen schon Liebesbeweise gegeben hat und einer Verbindung mental nichts im Wege steht. Es wird ein großer Schritt angekündigt.
Teil 1 klingt für mich insgesamt wie ein Zeitenrausch, als ob man Gestriges wahrhaftig miterleben könnte, greifbar nahe und sehr sinnlich beschrieben. Gleichzeitig könnte Gegenwärtiges einfließen- z.B. der feierliche Ausklang einer Theatervorstellung, einer Premiere, einer Oper oder dergleichen...die Schauspieler /Sänger sitzen in Kostümen, geschminkt zusammen und feiern. Einer beobachtet das Ganze und empfindet das Durchdringen von Gegenwart und Vergangenheit – das, was zuvor auf der Bühne gespielt wurde, setzt sich in seinem Kopf fort, bekommt ein Eigenleben und beamt in vergangene Welten. Das wird zu neuer Realität. Und es geht heute, wie damals um Liebe, die glücklich oder unglücklich macht.
Mystisch mutet in „Pechschwarz“ ein altes Ritual im Wald an- vielleicht Hexenzauber mit einem geschlachteten Hahn oder einer Kultfigur, das vielleicht auch etwas mit Liebe zu tun hat.
Ein Rätsel erscheint hier: „geliebt wird was man töten muß“... Warum muss das so sein? Ein heimlicher Kindesmord aus einer Verbindung, die zu dieser Zeit unmoralisch erschien oder die Tötung einer Geliebten, wegen gesellschaftlicher Zwänge?
„Unter Trümmern nachsehen“ liest sich für mich in Verbindung mit dem Raben wie das Bild eines Friedhofes- das Rätsel unter den Grabsteinen, dem der Beobachter vielleicht im Fortlaufenden nachspüren will.
Vielleicht fand das Fest in einem alten Schloss statt und man sieht danach die Szene in einer angrenzenden Familiengruft, die ein Pärchen findet.
Anschließend ergibt sich eine Schlossdurchwanderung und das Auffinden lange nicht mehr betretener Räume.
Am meisten hängen mir beim Lesen die Geräusche (barocke Stoffe rascheln, ) und Farben (Kerzenlicht, pechschwarz, rot, Pinsel,... ) nach, die ausgelassene, festliche, stürmische Stimmung.
Sehr spannend angelegt, finde ich "...denn „die mich geliebt haben“ scheint auf die Wiederauferstehung eines Geistes hin zu deuten.
Anmerkung: Die Kommentare wurde alle zu einem Zeitpunkt erstellt, als das Gesamtwerk noch nicht veröffentlicht war, da noch nicht ins Netz gestellt. Sie beziehen sich also immer nur auf den jeweiligen Teil und schaffen Bezüge zu den vorherigen.

Eingang zur Gilde
Link zur Fortsetzung von Teil 1:
http://mehrschichtig.twoday.net/stories/3644239/
Link zu Teil 2:
http://mehrschichtig.twoday.net/stories/3553514/
http://mehrschichtig.twoday.net/stories/3594262/
http://mehrschichtig.twoday.net/stories/3666708/
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