Von der Unfähigkeit, Türen zu schließen
Da sein Haus aber riesige Panoramafenster hat, bedarf es auch der Dunkelheit oder herabgelassener Jalousien um nicht ganz schnell wieder in Versuchung zu geraten. Das DRAUßEN lockt unentwegt. Und er weiß um die bunte Lautheit, um die frische, belebende Luft vor seiner Türe, vor seinen Fenstern. Sein Blick geht durch alle Wände hindurch. Ein auswegloses Unterfangen, eine geschlossene Türe bedeutet für ihn rein gar nichts... hat er doch hunderte davon. Seine Gefühle, seine Gedanken, seine Assoziationen, Phantasien, Visionen bewegen sich durch alles hindurch - grenzenlos. Erst wenn er für immer die Augen schließt, könnten sich diese Türen schließen, vielleicht findet er dann Ruhe... vermute ich mal... ich war ja noch nicht drüben, wie mir scheint.
Ich kenne Menschen mit nur einer Türe und ganz wenigen oder kleinen Fenstern... sind diese nun zu beneiden oder zu bedauern?







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